Mystische Geschichten im Kirchseeoner Moos

Etwa 30 große und kleine Leute versammelten sich am Samstag 26. Januar 2019 bei Einbruch der Dunkelheit im Hof des Staatsgutes in Osterseeon. Eingeladen hatte der SPD Ortsverein Kirchseeon zur mystischen Fackelwanderung durchs Kirchseeoner Moos.

Unter der Leitung des Geschichtenerzählers Martin Klar begann der Spaziergang, mit Fackeln bewehrt, in Richtung Moos. Unterwegs gab es schon allerhand Geschichten von Druden, Hexen und Moosweiblein zu Hören, als urplötzlich eine weiße Frau leuchtend am Straßenrand erschienen ist. Geschichten von der weißen Frau hat wohl jeder schon einmal gehört, aber diese Erscheinung war für die Zuhörer trotzdem ein schauriges Erlebnis, das ihnen die Ganshaut über den Rücken laufen lies.

Später gab es noch amüsantes über Wolpertinger zu hören, aber leider konnte keines dieser selten gewordenen Tiere entdeckt werden. Obwohl es nur noch ganz wenige von ihnen gibt, können wir auch heute noch spüren, wie sich ihre Wunderkraft segensbringend auf unser Leben auswirkt.

An der kleinen Brücke über den Seeoner Bach, von der man gut die Kirche St. Coloman sehen kann, erzählte Wolfgang Uebelacker die Geschichte vom Hias, der hier auf dem Heimweg vom Brückenwirt vom Teufel heimgesucht wurde und von seinen Schafkopfkumpanen frierend im Bach aufgefunden wurde.

Auf dem Rückweg hat die Gruppe doch tatsächlich ein paar Holzmandl aufgeschreckt, die seelig in ihren Bäumen schnarchten und erschrocken über die abendlichen Besucher das Weite suchten.

Nach einer letzten Geschichte von der umherziehenden Frau Percht mit ihrer Schaar ungetaufter Kinder ging es zurück zum Staatsgut, wo die bereits durchgefrorene Gruppe sich mit Glühwein, Kinderpunsch und Bratwurstsemmeln stärken konnte.